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Das Schwedenhäuschen

»Der derzeitige Gesandte in Stockholm hat dort auf Befehl seiner Majestätdes Königs ein transportables sogenanntes schwedisches Häuschen anfertigen lassen,welches jetzt von Stettin aus unter Weges ist. […] In dem ich Eurer Exzellenz hiervon inallerhöchstem Auftrage Mitteilung zu machen mich beehre, stelle ich Ihnen ergebenstanheim, die königliche Entscheidung über den künftigen Bestimmungsort des Häuschensnachzusuchen und das Weitere zu veranlassen. Berlin d. 18. Juni 1831 v. Witzleben«Im Sommer 1830 besuchte der preußische Gesandte in Stockholm, Freiherr Friedrich Franz von Tarrach, die Residenzstadt Berlin und wurde im Schloss Charlottenburg von Friedrich Wilhelm III. empfangen. Der Monarch trug ihm auf, in Schweden ein »kleines hölzernes transportables Haus, wie selbige hier angefertigt werden, für allerhöchste Person anfertigen zu lassen«. Zurückgekehrt nach Stockholm, nahm der Gesandte im August 1830 sogleich mit dem führenden Hersteller derartiger Holzhäusern, der Fabrik des schwedischen Ingenieur-Major und Architekten Fredrik Blom (1781–1853), Kontakt auf. Bereits 1820 erregte dieser vielseitige Architekt und Professor für höhere Baukunst an der Akademie der freien Künste mit seinen transportablen Fertigteilhäusern großes Aufsehen im In- und Ausland. In den Jahren 1829 bis 1830 reiste er nach Italien und Frankreich und machte besonders in den italienischen Metropolen Werbung für seine Holzhäuser.Auch der spätere preußische »Hofbauinspektor der Königlichen Schlossbaukommission « Friedrich August Stüler unternahm 1829/1830 eine ausgedehnte Studienreise durch Italien. Ob er hier von den transportablen Fertigteilhäusern aus Schweden gehört und das Wissen mit seinem Amtsantritt im Sommer 1830 in die Abteilung des Hofmarschallamtes eingebracht hat, ist vorerst nur zu vermuten. Denkbar ist auch, dass mit seinen Briefen in die Heimat – sie wurden im Berliner Architektenverein vorgelesen – bereits vor seiner Rückkehr diese Nachricht verbreitet wurde und bis zum König gelangte. Schließlich kann auch Fredrik Blom selbst bei den Durchreisen durch Deutschland für seine Häuser geworben haben.Aufgrund der Juli-Revolution in Paris verließ der schwedische Architekt 1830 Frankreich und reiste über Köln, Minden, Hamburg und Cuxhaven nach England weiter.6Abb. 1 Fredrik Blom, Lusthaus für Prinzessin Sophia Albertina im Schlosspark von Tullgarn,ca. 1821, Skizzenbuch Nr. 4, Kunglia Akademien för de fria Konsterna, Stockholm.Zwar befand sich Fredrik Blom noch bis 1831 in England, aber sein Bruder übernahm in dessen Abwesenheit die Geschäfte und verhandelte so auch im Sommer 1830 mit dem preußischen Gesandten Tarrach. Dieser sandte dem engsten Vertrauten und Freund von Friedrich Wilhelm III., Generalleutnant von Witzleben, am 31.August 1830 die Zeichnung für ein Holzhaus mit der Ansicht und einem Grundriss nach Berlin und berichtet über den Verhandlungsstand. Die klassizistische Gliederung der Fassade orientierte sich stark an einem transportablen »Lusthus«, das Fredrik Blom bereits 1821 für den südlich von Stockholm gelegenen Schlosspark von Tullgarn an den schwedischen Hof geliefert hatte. (Abb. 1)Das für Friedrich Wilhelm IV. vorgeschlagene Haus sollte zwischen 900 und 1000 schwedische Taler kosten und frühestens im Frühjahr 1831 fertig sein, so dass der Transport mit dem ersten nach der Eisschmelze abgehenden Schiff nach Preußen erfolgen könnte. Der Gesandte bat Witzleben, dem König umgehend die Zeichnung vorzulegen und von diesem genehmigen zu lassen. (Abb. 2) Im Antwortschreiben übermittelte Witzleben aus Berlin, dass der König »gerade ein solches Häuschen zu erhalten wünsche« und sandte die genehmigte Zeichnung nach Stockholm zurück. Am 25. Oktober 1830 wurde ein Vertrag über die Lieferung des transportablen Fertigteilhauses für den preußischen König mit Blom abgeschlossen.Der Bruder des Architekten verpflichtete sich bis Anfang Mai 1831 für die Summe von 1000 schwedischen Talern ein Haus mit drei Zimmern nach der dem Vertrag beiliegenden Zeichnung zu bauen, es wieder auseinander zu nehmen und zur Verschiffung am Klara-See bereitzustellen.Der zwischen den Stadteilen Norrmalm und Kungsholmen in Stockholm gelegene See war Endpunkt unzähliger Holzflöße aus dem Landesinneren. Grund dafür waren die leistungsfähigen Sägewerke und holzverarbeitenden Fabriken, die sich auf der von Gewässern umgebenen Insel Kungsholmen seit 1800 angesiedelt hatten. So lässt sich auch mutmaßen, dass die Fertigung des Häuschens auf dieser Handwerkerinsel erfolgte.Die erste Zahlung von 700 schwedischen Talern wurde am 28. April 1831 von Blom quittiert, so dass davon ausgegangen werden kann, dass der überwiegende Teil der Arbeit am Holzhaus zu diesem Zeitpunkt bereits abgeschlossen war. Nach einer weiteren Teilzahlung von 200 Talern ist mit der Quittierung der noch ausstehenden 100 Taler am 2. Juni 1831 der Vertrag zur Lieferung des Hauses erfüllt worden. Für die Verladung am Klara-See und den Weitertransport auf den Schären bis zum Seehafen von Stockholm wurden vom preußischen Gesandten Krangeld, Schleusen- und Zollabgaben sowie Lohn- und Trinkgelder verausgabt.Abb. 2 Entwurfszeichnung zu einem transportablen Fertigteilhaus für Friedrich Wilhelm III., Stockholm, 1830, LA Schleswig-Holstein, Abt. 395 Nr. 437.Die gesamten Unkosten für das Häuschen, die von Tarrach ausgelegt und später aus der Privatschatulle des Königs rückfinanziert wurden, beliefen sich auf 1043 schwedische Taler und 18 Schilling, was 558 preußischen Talern und 13 Groschen entsprach. Der Schiffer A. Mattson übernahm am 3. Juni 1831 die aus 2 Kisten und 116 losen Stükken bestehende Fracht im Seehafen von Stockholm. Mit dem Segelschiff »Hedda« trat nun das bestellte Haus seine Überfahrt auf der Ostsee nach Preußen an. (Abb. 3) Am 15. Juni kam die Fracht in Stettin an und wurde vom königlichen Oberpräsidenten Johann August von Sack in Empfang genommen. Der für die Provinz Pommern zuständige Präsident meldete sogleich an Witzleben nach Berlin, dass die Kisten und Einzelteile unbeschädigt angekommen wären und er die Verladung auf einen Oderkahn veranlassen würde. Zwei Tage später übernahm ein aus Frankfurt a. d. Oder stammender Schiffer C. F. Saß die versiegelten Kisten mit einem Gewicht von dreizehn Zentnern und die losen Teile zum Weitertransport auf der Oder. Über die Oder bis Hohensaaten, dem Finowkanal und dem »LangenTrödel« ging es nach fünfzehn Schleusengängen bei Liebenwalde in die Havel und auf dieser zunächst weiter bis nach Berlin. Zur gleichen Zeit sandte der Generalleutnant von Witzleben den Vertrag zum Bau des Hauses, die Zeichnung und alle Rechnungen zur Erstattung an den königlichen Hofmarschall von Maltzahn. Erst jetzt erfragte der Hofmarschall als Generalbevollmächtigter für die Schatullgüter den gedachten Aufstellungsort beim König. Dieser hatte am 29. November 1830, ein halbes Jahr nach seiner Anordnung zum Bau des transportablen Hauses in Schweden, die Gutsstelle »Ütz« gekauft. Uetz, auf halbem Weg zwischen Potsdam und Nauen, bildete nun mit den schon früher erworbenen Orten Paretz und Falkenrehde einen rund 1.200 ha großen Schatullgüter-Komplex. Friedrich Wilhelm III. ordnete Ende Juni 1831 die Aufstellung des schwedischen Häuschens auf dem Mühlenberg am südlichen Ende von Uetz an. Hier, am Fuße der Anhöhe verlaufend, trennte das 300 Meter breite Flussbett der Wublitz das Gassendorf nach Osten von der aus Potsdam kommenden Nauener Chaussee. Eine Seilfähre verkürzte an dieser Stelle den Weg zum Dorf, das auf dem Landweg aus Potsdam nur auf einem acht Kilometer langen Umweg über Falkenrehde zu erreichen war. Neben der alten Bockwindmühle und inmitten der Obstbäume, am Rande des sanft nach Südosten abfallenden Weinberges mit dem Winzerhaus, sollte in romantischer Lage durch das Zusammenwirken von Landschaft, Architektur und Gartenkunst eine »ländliche Idylle« inszeniert werden. Anfang Juli 1831 trafen die Bauteile für das in Schweden vorgefertigte Holzhäuschen auf dem Mühlenberg ein. In den beiden Kisten fanden die Zimmerleute neben den Fenster- und Türflügeln auch die Holzgeländer für eine Terrasse, Pilaster für die Fassadengestaltung, Schlüssel und Beschläge für die Türen, 42 Schrauben mit zwei dazugehörigen Schraubenschlüsseln [!] und weitere Kleinteile. Dagegen kamen die 16 Ellen [10,7 m] lange Firstpfette und die geteerten Tafeln für das flache Satteldach, wie auch die zweimal mit Ölfarbe gestrichenen Tafeln für die Fassaden, Giebel, Zwischenwände und Fußböden, als große Fertigteile auf die Baustelle. Auch wenn alle Teile sorgfältig nummeriert waren und versichert wurde, dass ein kundiger Zimmermann das Haus in »zweimal 24 Stunden zusammensetzen kann«, so lagen in einer der Transportkisten noch ein kleines, »auseinanderzusteckendes « Modell und eine kurze schriftliche Bauanleitung,Abb. 3 Schifffahrtschein der »Hedda« für die Überfahrt von Stockholm nach Stettin; LASchleswig-Holstein, Abt. 395 Nr. 774, fol. 21.Abb. 4 Das »Schwedenhäuschen« auf dem Mühlenberg in Uetz, Herbst 1899 abgebrochen,LA Schleswig-Holstein, Abt. 395 Nr. 437.Am 10. Juli 1831 wurde vermerkt, dass die Aufstellung des Hauses abgeschlossen sei. Das Häuschen entsprach in allen Details der Zeichnung, die man dem König im Jahr zuvor zur Genehmigung vorgelegt hatte. Die nach Osten gerichtete dreiachsige Hauptfassade war durch Pilaster mit Gebälk, Fensterachsen und einem Mittelrisalit klassizistisch gegliedert. Im Unterschied zum überhöhten Mittelrisalit am »Lusthus« in Tullgarn war dieser hier nur angedeutet und reichte lediglich bis zur Traufe. Die Tafeln für das flache Satteldach bestanden aus doppelten Holzlagen, deren zum First verlaufenden Brettfugen mit Halbrundleisten abgedeckt wurden. Vor dem Haupteingang mit seinem rundbogigen Oberlicht lag eine Terrasse, die mit einem rautenförmig durchbrochenen Holzgeländer eingefasst war.Von hier oben ging der Blick über die achtzehn Meter tiefer liegende Wublitzniederung mit dem Schlänitzsee nach Marquardt und hinüber auf die sanfte Hügellandschaft mit dem Hassel- und dem Sandhufenberg zur Chaussee nach Nauen. Auf einer Grundfläche von 30 Fuß mal 13 Fuß 2 Zoll [9,55 × 4,13 m] waren im Innern drei Stuben durch die vorgefertigten Bohlenwände abgeteilt. Die mittlere große Stube hat eine Fläche von 220 Quadratfuß [21,7 m2], die davon zu beiden Seiten abgehenden beiden Räume eine Fläche von je 91 Quadratfuß [8,9 m2] bei einer Raumhöhe von 9 Fuß [2,82 m]. Zur Ausstattung gehörten später birkene Rohrstühle und ein Tisch aus poliertem Birkenholz, viereckig mit gedrehten Füssen.27 In der fensterlosen Rückfront befand sich mittig ein Austritt in Richtung der Windmühle und zum Weinberg.Für die landschaftsgärtnerische Gestaltung und die Pflege des Berges wurde der königliche Hofgärtner aus Paretz Theodor Nietner I. betraut. Durch eine gewundene Wegeführung wurden zwischen den Obstbäumen hindurch Verbindungen zur Dorfstraße, zur Mühle und zum Weinberg angelegt. Auch der nahe gelegene Gutshof war auf einem Weg, der am Rand der Felder weiterführte, bequem zu erreichen. Der Hofbauinspektor Albert Dietrich Schadow war ab 1831 für die »Extra-Bauten« auf dem Schatull-Gut zuständig. Bereits kurz nach der Aufstellung des Häuschens meldete erim Dezember Bedenken gegen dessen Witterungsbeständigkeit an und erwirkte die Genehmigung,das nur geteerte Holzdach mit Eisenblech beschlagen zu lassen und wieder schwarz zu streichen. In seiner Zeit erfuhren die barock überfasste Kirche mit »baufälligem Thurm« sowie das Pfarr- und Schulhaus eine einschneidende Neugestaltung.Ab Juli 1833 übernahm dann Ludwig Persius noch als »Bau-Inspektor seiner Königlichen Hoheit des Kronprinzen« das Bauressort in den Gütern Paretz, Falkenrede und Uetz. Es lässt sich nur vermuten, dass nicht der König selbst, sondern sein von den Ideen der Romantik geprägte Sohn, Kronprinz Friedrich Wilhelm, mit seinen vielfältigen Bauideen und seinem Einfluss auf Persius auch die Planungen für Uetz bestimmte. Für den weiteren Ausbau der idyllischen Anlage plante der dann im September 1833 zum königlichen Hofbauinspektor berufene Architekt Persius ein Belvedere, das jedoch nicht ausgeführt wurde und baute nach eigenen Entwürfen ein Familienhaus in alpenländischem Stil.Abb.5 Niemann, Lageplan des Gutes Ütz, Familienhäuser, Blatt 2, 1892, Fährhaus und Stall(rechts) und Familienhaus (links unten) von Ludwig Persius (Nordpfeil zeigt nach Osten),LA Schleswig-Holstein, 402 A 37 (F) Nr. 81.An der traditionellen Überfahrt über die Wublitz entstanden nach seinen Plänen 1837 auch ein repräsentatives Fährhaus anstelle eines alten Vorgängerbaus und ein Stallgebäude mit individuellen Zierformen alpenländischer und russischer Holzbautradition. Nicht nur auf und unterhalb des Mühlenberges wurden die in Paretz und Falkenrehde begonnenen Bemühungen einer »Landesverschönerung« auf den Schatullgütern weitergeführt.Auch am nordwestlichen Dorfrand, wo die Chaussee nach Paretz über den Hügelzug des Schraberges führte, wurden die umliegenden Wirtschaftsflächen durch eine bewusste Gestaltung mit landschaftsgärtnerischen Mitteln aufgewertet. Hier lag an einem Nordhang, anderthalb Kilometer vom Dorfrand entfernt und eingebettet in die Wiesen und Ackerflächen der Pfarre, das »Eichholz«.Ähnlich dem Rohrhausgarten in Paretz entstanden in diesem Eichenhain ein Wegesystem und an der höchsten Stelle ein Aussichtsstandort mit einem kleinen Borkenhaus, das mit Reed gedeckt wurde. Sichtbeziehungen gab es von hier aus zur Uetzer Kirche und dem daneben aufsteigenden Höhenzug mit der Bockwindmühle und dem Weinberg. Ein Rundweg mit Querungen erschloss nicht nur den Hang, sondern führte immer wieder zu Aussichtspunkten, die zum Blick über die sanften Hügel und weiten Niederungen einluden.Abb. 6 Theodor Fontane, Das Blatt »Uetz« aus dem Notizbuch von 1869, Bockwindmühle, Schwedenhäuschen und Kirche von Uetz, Staatsbibliothek Berlin Preußischer Kulturbesitz, Fontane-Archiv Potsdam, A17, Blatt 1.Auf dem Belvedere bei Knoblauch nahe Paretz, im Eichholz, oder aber im Schwedenhäuschen auf dem Mühlenberg, pflegte Friedrich Wilhelm III. bei seinen Landaufenthalten nun oft das Frühstück oder den Tee einzunehmen. Nach seinem Tod im Juni 1840 übernahm sein Nachfolger Friedrich Wilhelm IV. testamentarisch die Schatullgüter und besuchte, sicher auch wegen seiner Kindheitserinnerungen, Paretz noch gelegentlich. Der königliche Amtmann Meyer aus Uetz meldete dem Hofmarschall von Massow im Mai 1854, dass trotz seiner vorgenommenen Ausbesserungen die Stufen und die Terrasse am »Schwedenhäuschen« verfallen würden und bekam die Genehmigung zur Veranlassung der notwendigen Reparatur. In den folgenden Jahren wurden weitere Erhaltungsmaßnahmen notwendig. Da es sich um ein Gebäude auf einem königlichen Privatgut handelte, wurden die im Haushalt des Königlichen Hofmarschallamtes für das Jahr 1865 veranschlagten 30 Reichstaler zu Ausbesserungen am Schwedenhäuschen, wie auch die Kosten für anstehende Reparaturen am Borkenhaus im Eichholz, aus der Summe für die Unterhaltung von Staatsbauten aber als »nicht etatmäßig« gestrichen.In seinen »Wanderungen durch die Mark Brandenburg« beschrieb Theodor Fontane im Kapitel »Uetz« auch das Fährhaus und den »bastionsartigen, grünbossierten« Mühlenberg. Wenn auch im Drucktext das schwedische Häuschen keine Erwähnung mehr fand, so hat er es auf einem Skizzenblatt im seinem Notizbuch von 1869 doch noch andeutungsweise festgehalten und dort als »am Abhang aufsteigende[s] weiße[s] Häuschen« beschrieben.Auch ohne Nutzung und Pflege blieb das Holzhaus bis Ende des 19. Jahrhunderts erhalten. Im Jahre 1899 bereiste der Bauinspektor Lübcke vom Hofmarschallamt in Kiel im Auftrag des Prinzen Heinrich von Preußen dessen Brandenburger Schatullgüter. Neben der Freigabe von angemeldeten Reparaturen an Wirtschaftsgebäuden wurde nun auch festgelegt, dass das Rohrhaus in Paretz und das schwedische Häuschen in Uetz abgerissen werden sollten. Im Herbst desselben Jahres erfolgte der Abbruch des wohl ersten Fertigteilhauses in Preußen. Quelllink : http://www.perspectivia.net/content/publikationen/spsg-jb/5-2003/spsg-jahrbuch_2003-5.pdf/view?searchterm= Uetz Christian klenner

vonHans Christian Klenner um 2003

Ein »Schwedenhäuschen« für Friedrich Wilhelm III.von Preußen



Musik Vincenzo Bellini (1801-1835)Vaga luna che inargenti

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